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Akademie ForumFührung

Ansatz

Management vs. Führung

Die Disziplin des Managements beschäftigt sich mit der Frage: „Wie kann ich mittels und innerhalb der Organisation wirksam sein?“ Sie fragt nach Strukturen, Prozessen und Ressourcen. Sie beschäftigt sich mit Dingen, die man messen und wiegen kann.

Führung dagegen beschäftigt sich mit der Frage: „Wie kann ich Menschen wirksam und verantwortungsvoll in Bewegung versetzen?“ Sie fragt nach meiner Haltung als Führender, nach den Motiven der Geführten und nach meiner Beziehung zu ihnen. Sie beschäftigt sich mit Menschen.

Menschliche Wechselbeziehungen sind nur durch die Person konstruktiv gestaltbar.

Systemisches Management und personenzentrierte Führung

Seit den 1970er Jahren fordert die Hochschule St. Gallen ein ganzheitliches Denken im Management. Das Bild vom Unternehmen ist hier das eines komplexen sozialen Systems und nicht das einer Maschine. Ein solches System entzieht sich den linear-funktionalen Steuerungs- und Kontrollversuchen der klassischen Betriebswirtschaftslehre und ist auf rein rationalem Wege – oder anders ausgedrückt: allein durch das Messen von Zahlen – nicht zu bewältigen.

Nur die Person in ihrer Ganzheit – also jenseits der Ratio – ist in der Lage, dieser Komplexität zu begegnen. Wenn es dem Führenden gelingt, die Menschen in seinem Team in all ihrer Heterogenität in ein „Miteinander Denken“ zu bringen, lassen sich durch gelungene menschliche Führung Potentiale heben, die weit über die messbaren Ressourcen des Managements hinausgehen. Der Mehrwert und die besondere Qualität der Programme von ForumFührung entstehen in der Integration des systemischen Managementansatzes mit unserem personenzentrierten Führungskonzept.

Kompetenzmodell Personenzentrierter Führung

Eine integrierte Führungspersönlichkeit bringt drei zentrale Kompetenzen in Balance. Aufbauend auf dem Aristotelischen Dreieck: Ethos – Pathos – Logos, erlaubt ein personenzentriertes Führungsmodell eine mehrdimensionale Betrachtung der Führungsperson. Basis aller erfolgreich Führenden ist eine methodische und fachliche Kompetenz (=Logos). Hinzu kommen die sogenannten „soft skills“, also der zugewandte Umgang mit anderen (=Pathos). Grundlage der eigenen und der Orientierung anderer ist die Haltung der Führungskraft (=Ethos).

Hier liegt nicht nur die Quelle seiner Glaubwürdigkeit, sondern es wird auch die Führung in ihrem Kern angesprochen. Das betrifft den Führenden nicht nur in seiner Rolle im Unternehmen, sondern auch grundlegend als Menschen.

Unternehmerisch Denken und Handeln

Eine Führungspersönlichkeit, die humanistische Werte ernst nimmt, entwickelt aus sich heraus unternehmerisches Denken und Handeln. Denn sie bleibt nicht im Räderwerk des Betriebs stehen. Eine solche Person trägt Verantwortung, weil sie die Frage nach dem Zweck des Unternehmens und dem Umgang mit Menschen über ökonomische Ziele hinaus stellt. Sie denkt (selbst-)kritisch und   handelt eigenständig - und bleibt dabei immer dem Anderen und dem gesellschaftlichen Ganzen verpflichtet.